HANS KILGER`S BISON PROJEKT

Wenn Hans Kilger von seinen Bisons spricht, verwendet er oft die Worte „art-gerecht“ und „Freilandhaltung“. Das ist erst einmal verdächtig, weil es niemanden, wirklich niemanden gibt, der seine Farm oder Zucht nicht so bezeichnet. Alle Tiere auf allen Höfen und in der Werbung leben „artgerecht“, „nachhaltig“ und in „Freilandhaltung“. Gähn. Aber diese Rasse ruft Bilder hervor. Wilde Prärie, archaische Rinder, Buffalo Bill.   


Auf den ausgedehnten Landgütern der Domaines Kilger in Siebenbürgen wachsen und grasen nicht nur Bisons. Hier leben auch Büffel, Rothirsche und ausgefallene Arten wie tibetanische Yaks, Himalaya-Tahrs, oder auch Watussi-Rinder beinahe wie in freier Wildbahn heran. Alle mit einer hervorragenden Fleischqualität und außerordentlichem Geschmack.

Weite Landzüge sind die Grundlage für die freilaufenden Bisons.  Man kann es als magisch bezeichnen, wenn die Bisonherde zu trampeln beginnen und über die sanften Hochflächen von Siebenbürgen ziehen. Konsequente Freilandhaltung ist für die Wildrinder ein absolutes Muss. Bisons brauchen enorm viel Platz zum Toben, sowie eine Vielzahl an Kräutern, Gräsern und Mineralien, um gesund aufzuwachsen.

In den weiten Ausläufern der Karpaten leben die Familienverbände der Bisons mit durchschnittlich 2 Hektar Land pro Bison. Das ist beachtlich und deutlich mehr, als auf vielen Farmen in Kanada, den USA oder anderswo in Europa. Diese Freiheit schmeckt man. Das kurzfaserige Fleisch ist unvergleichlich zart und fettarm. Dazu hat es einen besonders hohen Gehalt an wertvollen Spurenelementen.

Geschlachtet wird jedenfalls mit Weideschuss. Das garantiert eine stressfreie Betäubung und der, ebenfalls stressauslösende, Transport zum Schlachthof kann vermieden werden. Nach dem Ausbluten kommen die Bisons zum Schlachthof, wo sie „aus dem Fell geschlagen“ und ausgenommen werden. Die Bisonhälften werden dann im Kühltransporter in die Südsteiermark gebracht, wo Hermann Kassler, Metzger in Eibiswald, bereits auf sie wartet und zu sensationellem Leberkäse, Salami und saftigen Schinken verarbeitet. Die besten Cuts dürfen noch eine Weile reifen, bevor sie auf den Grill kommen.

domaines-kilger.com

Fotos & Text: Jürgen Schmücking; Adaption Web: Claudia Zawadil
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